Geschichtsverein Rösrath
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Forsthaus mit Selbstversorgung
Rösrather Denkmal des Monats Februar 2016

Das heute nicht mehr zugängliche Forsthaus an der Feldstraße zwischen Kleineichen und Forsbach, 1826 errichtet, umfasst neben dem eingeschossigen, mit Backsteinen errichteten Wohnhaus ein altes Wirtschaftsgebäude mit Stallungen, in denen die alten Futtertröge noch sichtbar sind. Der Förster war neben dem bis heute umfangreichen Aufgabenbereich früher auf Selbstversorgung angewiesen, so dass die Forsthäuser als kleine Hofanlagen mit entsprechenden Weideflächen für das Vieh ausgestattet waren. Oberförster Otto Lemmer bewohnte das Forshaus mit seiner Familie von 1939 bis zur Pensionierung 1966. Den weiten Weg durch den Wald zur Schule in Forsbach gingen die Kinder zu Fuß, später ging es mit dem Zug zur Höheren Schule nach Köln.

Forstamt mit neuen Aufgaben
Nachfolger Förster Frank bezog dann das neu errichtete Forsthaus in Forsbach, während Förster Jürgen Greissner sein Domizil heute wieder im historischen Forsthaus an der Feldstraße hat. Von hier aus steuert er seine zahlreichen Aufgaben im Forstbetriebsbezirk Broichen-Steinhaus, zuständig für die Bewirtschaftung, aber auch für Schutz- und Erholungsfunktionen der Waldflächen im Landesbesitz, und zwar in Bergisch Gladbach, Overath und Rösrath. An der A 3 grenzt das Kölner Nachbarrevier an die Waldflächen im Bundesbesitz, eine „Grenze“, die durch zwei Grünbrücken durchbrochen ist, auf denen sich in kurzer Zeit ein reger Austausch der scheuen Vierbeiner entwickelt hat, zum Wohle des Wildbestands im zusammenhängenden Naturschutzgebiet Königsforst - Wahner Heide.Forstamt mit neuen Aufgaben Nachfolger Förster Frank bezog dann das neu errichtete Forsthaus in Forsbach, während Förster Jürgen Greissner sein Domizil heute wieder im historischen Forsthaus an der Feldstraße hat. Von hier aus steuert er seine zahlreichen Aufgaben im Forstbetriebsbezirk Broichen-Steinhaus, zuständig für die Bewirtschaftung, aber auch für Schutz- und Erholungsfunktionen der Waldflächen im Landesbesitz, und zwar in Bergisch Gladbach, Overath und Rösrath. An der A 3 grenzt das Kölner Nachbarrevier an die Waldflächen im Bundesbesitz, eine „Grenze“, die durch zwei Grünbrücken durchbrochen ist, auf denen sich in kurzer Zeit ein reger Austausch der scheuen Vierbeiner entwickelt hat, zum Wohle des Wildbestands im zusammenhängenden Naturschutzgebiet Königsforst - Wahner Heide. Die Grünbrücken verbinden Königsforst und Wahner Heide. Sie dienen der Vermeidung von Unfällen und der Wiedervernetzung von Flora und Fauna...

Das Denkmal
Die Anlage besteht aus dem 1826 errichteten Wohnhaus, zwei Wirtschaftsgebäuden, die um 1890 und 1930 errichtet wurden, und einem Geräteschuppen. Das Wohnhaus ist ein traufständiger Backsteinbau in fünf Achsen und segmentbogigen Fensteröffnungen. 1930 wurde das Gebäude um eine Achse erweitert (vgl. Titelbild). An der Baunaht setzt im rechten Winkel eine Mauer an, die zu einem gemauerten Torpfosten neben der Einfahrt überleitet. Das Dachgeschoss weist nach Westen heute drei Gauben mit Dreiecksgiebelverdachungen auf. Der östliche Teil des älteren Wirtschaftsgebäudes wurde 1910 als Kuh-, Schweine- und Hühnerstall erneuert, Futtertröge und Dunggang sind noch sichtbar (s. S. 2). Die Tenne, einst genutzt zum Dreschen und Aufbewahren des Getreides, besitzt hofseitig ein zweifl ügeliges Scheunentor. Dem Scheunenteil ist im rechten Winkel ein niedrigeres Fachwerkgebäude mit Ziegelausmauerung und Satteldach vorgebaut; es diente als Stall für zwei Pferde. Rückwärtig ist vor dem westlichen Gebäudeteil ein Geräteschuppen in verbrettertem Holzständerwerk gebaut. 1930 wurde ein neueres Wirtschaftsgebäude als Werkstatt, Waschküche, Futterküche und Garage errichtet. Die Einfriedung besteht überwiegend aus Mauern in unterschiedlicher Höhe. Die mehrteilige Hofanlage zeigt typische Formen der Massivbau-Architektur in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Quellen: Archiv der Stadt Rösrath, Unt. Denkmalbehörde

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